International Association of Political Science Students

Die International Association for Political Science Students (IAPSS) ist eine Vereinigung für Politikwissenschaftsstudierende und Studierende, die an politikwissenschaftlichen Themen interessiert sind. Die von internationalen Studierenden getragene Organisation ist gemeinnützig und politisch unabhängig. Ziele sind die wissenschaftliche Vernetzung und der interkulturelle Austausch zwischen zukünftigen Politikwissenschaftler*innen.

Mit seinen zwei Magazinen Politikon – The IAPSS Journal of Political Science und A Different View bietet IAPSS Studierenden die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten und Artikel einem breiten Publikum zu präsentieren. Außerdem stellt IAPSS die Infrastruktur für Online-Vorlesungen und -Diskussionsgruppen zur Verfügung.

Neben der Durchführung der Annual Academic Conference (AAC), auf der Studierende anderen Interessierten ihre Forschungsergebnisse präsentieren, ist die Academic Conference and General Assembly (ACGA) der jährliche Höhepunkt der Organisation.

IAPSS wurde 1998 in Leiden gegründet. 1999 trat der StugA Politik der Vereinigung bei. Seitdem nahmen Bremer Delegierte an insgesamt 7 Vollversammlungen, zuletzt 2011 in Lissabon, teil.

Die ACGA 2012 fand vom 22. bis zum 29. April 2012 unter dem Thema „The States They Are A-Changing“ in Bremen statt.

Angelehnt an den Sonderforschungsbereich 597 „Staatlichkeit im Wandel“ der Universität Bremen (www.sfb597.uni-bremen.de) beschäftigten wir uns während der akademischen Konferenz mit verschiedenen Aspekten der Transformation von moderner Staatlichkeit. Im Fokus stand die Frage „Wer steuert wen?“.

Steuert die Wirtschaft den Staat? Am ersten Tag der Konferenz befassten wir uns mit der Frage, inwieweit Staaten und Ökonomie auf Wirtschaftswachstum angewiesen sind und welche Abhängigkeitsverhältnisse sich daraus ergeben. Welchen Spielraum haben Staaten um gesellschaftliche Erwartungen und Erfordernisse gegenüber der Ökonomie durchzusetzen?

Steuern Staaten andere Staaten? Am zweiten Tag der Konferenz gingen wir der Frage nach, ob und wie Staaten andere Staaten beeinflussen. Anhand entwicklungspolitischer Studien wurde gezeigt, wie Industriestaaten auf die innere Politik der Länder des globalen Südens Einfluss nehmen.

Bürger und Staat – Wer steuert wen? Ausgehend von der Infragestellung demokratischer Legitimation im Wandel moderner Staatlichkeit beleuchteten wir, inwiefern alternative Partizipationsmöglichkeiten diesen Verlust ausgleichen können.